Rund um den Verein

Podiumsdiskussion zu deutscher Visavergabpraxis

Begrüßung im Namen der Zugvögel

#VisumWeshalbWarum

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Eigentlich wäre Samjhana, eine junge Frau aus Nepal, jetzt gerade in Berlin. Sie hatte die Zusage für einen einjährigen Freiwilligendienst über den Verein „Zugvögel, interkultureller Süd-Nord-Austausch“. Die Projektstelle freute sich auf ihre Freiwillige, eine Gastfamilie war bereits gefunden. Doch dann lehnte die deutsche Botschaft in Nepal den Visaantrag ab und Samjhana durfte ihren Freiwilligendienst nicht antreten.
Samjhanas Geschichte ist kein Einzelfall. Mehrmals hatte der Verein Zugvögel in den letzten Jahren mit Problemen bei der Visavergabe für bereits ausgewählte Freiwillige zu kämpfen. Aus meist unerfindlichen und willkürlichen Gründen lehnten deutsche Botschaften in Partnerländern der Zugvögel immer wieder Visaanträge für Freiwilligendienste in Deutschland ab.

Nachdem die „betroffene“ Berliner Regionalgruppe der Zugvögel sich in den letzten Monaten zunächst gruppenintern mit der Visaproblematik beschäftigte hatte, trugen die Mitglieder diese nun an eine interessierte Öffentlichkeit. Im Rahmen der Internationalen Wochen gegen Rassismus 2017 veranstaltete die Regionalgruppe in Kooperation mit der WinD-Gruppe Berlin eine Podiumsdiskussion zum Thema „Ausgegrenzt – Perspektiven auf die deutsche Visavergabepraxis“. Auf dem Podium saßen Aaron Scheid von der Kampagne VisaWie?, die auf Asylrecht spezialisierte Rechtsanwältin Katja Ponert sowie die Wissenschaftlerin Dr. Emilia Roig. Knapp 80 Gäste waren der Einladung ins Haus der Demokratie und Menschenrechte gefolgt und verfolgten die Diskussion, die von Elisabeth Kaneza moderiert wurde.

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Zwischenseminar in Rüsselsheim 2017

Das Seminar in Rüsselsheim erschien mir ziemlich interessant, wie auch die letzten Seminare, aber dieses Mal hatten wir mehr Erfahrungen zu erzählen über unseren Aufenthalt in Deutschland und über unsere Einsatzstellen. Wir haben miteinander geteilt, gelacht, getanzt, gekocht, gespielt, uns verkleidet, reflektiert, diskutiert. Wir Freiwilligen konnten mehr Deutsch sprechen, wir lernten ein bisschen von Frankfurt und Mainz kennen und das Essen auf dem Seminar war sehr lecker, aber mit Chili ist es immer besser!

Gut, dieses Seminar hat mir geholfen, meine Schwächen und Stärken während dieser Zeit in Deutschland zu sehen. Die Erfahrungen der anderen zu hören und meine eigenen zu teilen, hat uns geholfen, unseren Alltag in der deutschen Gesellschaft zu reflektieren, was wir beitragen und was für eine Art von Erfahrung wir hervorrufen, aber auch welche gelernten Dinge wir in unsere Heimatländer mitnehmen werden.

Auf der anderen Seite war die Beteiligung von Shaban sehr motivierend und inspirierend; mir hat seine Arbeit als Fotograf gefallen, er hat seine Erfahrungen als Freiwilliger mit uns geteilt und er hat uns auch motiviert unseren Weg und unsere Träume mit Leidenschaft zu folgen.

Eine andere wundervolle Erfahrung war das Gutenbergmuseum kennenzulernen und die ersten gedruckten Texte von vor mehreren Jahrhunderten zu sehen; eine andere Sache, die ich genossen habe, war, dass wir uns verkleidet haben, um tanzen zu gehen; ich habe mich sehr amüsiert.

Danke an alle, die das Seminar in Rüsselsheim realisiert und koordiniert haben: Johanna, Moses, Anja, Lukas, Hannah, Shaban, etc.

Wir lesen bald wieder voneinander, liebe Vögel!

Yareni

 

Stellenausschreibung Verwaltung

Die Zugvögel suchen eine angestellte Person für die Verwaltung des Freiwilligenprogramms. Wir bieten eine 450€-Stelle mit Homeoffice und freuen uns auf Bewerbungen. Nähere Infos in der Stellenausschreibung unten.

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HEIMAT aus der Perspektive eines ruandischen Fotografen

Die Vernissage mit Diskussionsrunde bildet am 5. Dezember den Auftakt zur Ausstellung im Peng, die die Menschen Ruandas und ihren Alltag in den Mittelpunkt stellt.

„Rwanda Through My Lens. HEIMAT aus der Perspektive eines ruandischen Fotografen“ ist der Titel der Fotoausstellung von Shaban Masengesho, die vom 5. bis 17. Dezember, in den Räumen des Peng in Mainz gezeigt wird. Ungewohnte Einblicke in die unterschiedlichen Lebensstile, Bildungs- und Arbeitsrealitäten, Kultur und Infrastruktur fangen Impressionen aus dem ganzen Land ein – von der Hauptstadt Kigali bis hin zu den ländlichen Gebieten und den Flüchtlingslagern, in denen Menschen aus Burundi und dem Kongo Zuflucht finden.

Shaban Masengesho arbeitet seit 2014 als freier Fotograf. Während seiner Zeit als Bundesfreiwilliger in Mainz wurde er immer wieder mit den stereotypen Bildern von Afrika als dem verlorenen Kontinent, der von Hungerskrisen, Bürgerkriegen und Ausbeutung geprägt ist, konfrontiert. Zurück in Ruanda begegneten ihm dann von seinen Landsleuten die idealisierenden Vorstellungen von Europa. „Durch die Fotoausstellung möchte ich den Menschen, die nicht die Möglichkeit haben, sich ihr eigenes Bild von Ruanda zu machen, meine Sicht auf mein Land ermöglichen“. „Fotografie ist für mich eine Welt mit nur einer Sprache“, so der Fotograf. Die Ausstellung wird von Engagement Global - Außenstelle Mainz, dem Verein Partnerschaft Rheinland-Pfalz/Ruanda e.V., Peng e.V. und Zugvögel e.V. unterstützt.

Die Veranstalter laden für Montag, den 5. Dezember 2016 um 19 Uhr zur Ausstellungseröffnung ein. Michael Nieden, vom Verein Partnerschaft Rheinland-Pfalz/Ruanda moderiert die Diskussionsrunde mit Shaban Masengesho und Nadine Sylla, Referentin für Rassismus und postkoloniale Perspektiven.

Die Ausstellung ist – unter Anwesenheit des Fotografen - vom 5. bis 17.12. geöffnet:
Mo – Do: 19 - 22 Uhr; Freitags: 16 - 22 Uhr; Sa: 12 -22 Uhr und Sonntags: 10 - 19 Uhr.

Weitere Informationen unter www.pengland.de; www.shabanmasengesho.com
oder bei Facebook www.facebook.com/Masengeshophotography

Ort der Ausstellung: Peng, Mombacher Straße 56-68, 55122 Mainz.

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